Tga deutsch 10 klasse realschule Musterlösung

Durch den Aufstieg des deutschen Nationalismus in den 1900er Jahren geriet der Fokus des Gymnasiums auf den Humanismus unter Beschuss und verlor an Ansehen. [3] Einer der schärfsten Kritiker war Friedrich Lange, der den “exzessiven Humanismus und “ästhetischen Idealismus” der Schule angriff. Er argumentierte, dass sie nicht mit den Zielen des Patriotismus, der Pflicht und der Idee der Germanität in Einklang stehen und dass die Geschichte des Landes auch die Bildung und ein Insights liefern könnte, die die Modelle der klassischen Antike bieten. [3] Eine Studie der Universität Mainz ergab, dass von allen Kindern, die in der Stadt Wiesbaden leben, 81 % der Kinder aus den oberen sozialen Schichten und nur 14 % der Arbeiterkinder ein Empfehlungsschreiben ihrer Lehrer erhielten. Es zeigte sich auch, dass nur 76 % der Kinder der Arbeiterklasse, deren Klassen sie an die Spitze der Klasse setzten, sowie 91 % der Kinder aus den oberen sozialen Schichten in der gleichen Situation eine Empfehlung erhielten. [35] Bei Kindern ab dem Kindergarten ist zu bemerken, dass Kinder ihren Eltern nachgehen. Sie emulieren ihre Sprache, ihre Art zu kleiden, ihre Art, ihre Freizeit zu verbringen. Kinder aus Neukölln [einem Armenviertel] würden sich nicht wohlfühlen, wenn sie eine Schulart besuchen müssten, die vor allem Schüler aus anderen sozialen Schichten betreut. Sie werden nicht in der Lage sein, sich zu integrieren. Das wird jeder Feldtag zeigen.” [48] Eine Studie ergab, dass 50 % der Schüler, die ein Gymnasium besuchen, aus Familien der höchsten Ebenen der deutschen Gesellschaft stammen. [27] Einige Leute haben Bedenken geäußert, dass Gymnasien dazu bestimmt sind, eine Minderheit privilegierter Kinder unterzubringen, und dass talentierte Kinder aus der Arbeiterklasse daran gehindert werden, Zugang zum Gymnasium zu erhalten.

Es gab Forderungen nach der Abschaffung des Gymnasiums und einer Umstellung auf Gesamtschulen. [28] Andere wollen, dass die Turnhalle mehr Kinder aus armen Verhältnissen ins Visier nimmt. [29] Das Gymnasium mit dem Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften hieß früher Oberrealschule, das Gymnasium mit Schwerpunkt auf modernen Sprachen und Mathematik plus Naturwissenschaften hieß Realgymnasium. Das Gymnasium sollte die geisteswissenschaften orientierte Variante sein; in der NS-Zeit war ein gebräuchlicher Begriff für alle diese Schulen die Oberschule(wörtlich: “Oberschule”). In den 1960er Jahren haben Schulreformer in einem Ausgleichsprojekt diese Namen eingestellt. Der praktischste Vorteil war, dass es die häufige Verwirrung unter den Eltern über den grundlegenden Unterschied zwischen Realgymnasium, Oberrealschule und Oberschule auf der einen Seite und Realschule auf der anderen Seite verhinderte. Im Jahr 2003 ergab eine Studie, dass Kinder aus der unteren und Arbeiterklasse, die eine Gesamtschule besuchen, in Bezug auf die mathematischen Fähigkeiten hinter ihren weniger benachteiligten Altersgenossen zurückblieben. Die gleiche Studie ergab, dass Kinder der Arbeiterklasse und der unterklassigen Klasse, die das Gymnasium besuchten, fast den Gleichaltrigen eingeholt haben, die dieselbe Schule besuchten. [37] Bei der Interpretation der Daten ist jedoch besondere Vorsicht geboten, da sich Kinder der unteren und arbeiterklassen Klassen, die ins Gymnasium aufgenommen werden, von anderen Schülern ihrer Klasse ab initio unterscheiden können. Außerhalb Deutschlands gilt das System als so belastend, dass die OECD sogar einen Sondergesandten[7] nach Deutschland entsandte, um die aktuelle deutsche Praxis zu verurteilen.

[8] Konkret stellte der brasilianische Experte fest, dass deutsche Schulen Kinder grundsätzlich nach Sozialklassen trennen, wobei Kinder von Akademikern und Berufstätigen häufiger auf ein Gymnasium und Arbeiterkinder auf eine Realschule oder eine Hauptschule geschickt werden.